Glück gehabt…

Jetzt habe ich gerade so viele Mails an Kolleg*innen und Arbeit in die Welt versendet, dass ich mein Akku hochhalten muss, um mit der gleichen Mühe auch meine folgenden Zeilen formulieren zu können….

Schön war’s. Gestern. Tausend Menschen um mich herum. Und alle fühlten sich natürlich bemüßigt; zu schimpfen, den Zeigefinger in die Weltgeschichte zu heben, zu pöbeln und natürlich immer alles besser zu wissen. So ist es wohl in der Welt des Mannes: Überlegenheit; das Gefühl zu haben, man könne die Welt beherrschen und man wisse schon, wie sie und – gestern nun das Fußballspiel – so funktioniere.

Da waren sie also, die gefühlten 49.999 Jogi-Löws (bzw. 3/4 davon, der Reste zählte sich ja zu den blau-gelben) und ich. „Boah alter, immer diese hohen Bälle“; „Man ey, kann der Draxler jetzt endlich mal runter vom Platz?“ Diesen Enthusiasmus kenne ich von Frauen meist nur dann, wenn es um – und ich war ja gestern schon mal beim Thema – um „Klamotte“ geht. Obwohl ich mir bzw. der deutschen und weltlichen Fußballnation ja mal eingestehen muss: eigentlich sind wir doch alle mit Herz und viel Aufmerksamkeit beim Geschehen unserer Nationalelf dabei.

Um dennoch die Pragmatismuskeule des Mannes herauszuholen, wenn es um Kleidung und Schickimicki geht: schlechtes Stellungsspiel und fehlende Positionskontinuität (und damit meine ich den Fußball und keine anderen Aktivitäten ;)), zu hohe Bälle, schlechte Abwehr, fehlendes Ausreizen der rechten Seite, juter Mann im Tor. Kurz um: Glück jehabt. Viel Luft nach oben.

Und ja, ich mag Draxler. Egal, wat die Männermehrheit in den Himmel schreit. Sollten wir Europameister werden, dann gibt es das Trikot mit Flock.

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