Regentanz

Wer Lust auf diese Europameisterschaft hat, der muss schon ziemlich verrückt sein. Zumindest wetter-technisch. Klingen meine bescheidenen Beiträge zwar immer freundlich und juch heizend, kann ich nicht davon ablenken, dass das Wetter in Frankreich nicht nur mies ist, sondern einfach scheiße.

Als EM-Küken, macht mir das natürlich richtig Laune. Es fehlen zwar die Gummistiefel, dafür aber kann ich in barfuß durch die matschigen, braunen Modderpfützen stapfen. Meine Begleitung ist dafür hart im nehmen. Geht das Leben mit 48 Jahren ja fast bergab, spürt man hier noch mal alle seine einzelnen Poren, Knochen und Gelenke – auch die, von denen man gar nicht wusste, dass man sie noch hat (Kurzer Einschub: „Dass Du mich in Deinem Blog jetzt zum Gespött machst, finde ich gar nicht nett,“ so meine Begleitung, obwohl wir ja eigentlich alle wissen, dass ich es eher lieb als gemein meine. Nächste kleine Fußnote: „So seid Ihr halt Ihr Reporter!“ Und noch ein Nachtrag: „Immer auf die Kosten anderer. Wenn Ihr nicht mal achtzigjährigen Sex – sorry Oma 😉 – zutraut.“) Zurück zum eigentlichen Geschehen. Nachdem es eigentlich in das zauberhafte Versailles gehen sollte, mussten wir nun doch ausweichen. Die Zeltplätze in Paris sind vollgestopft mit biertrinkenden und allseits-begeisterten Fußball-Menschen, bei denen es sich also nicht um uns handelt. Nun haben wir es nach 6 Stunden Dauerregen also doch geschafft, ein lauschiges Plätzchen zu ergattern. Und das nur 35 Kilometer von Paris entfernt. Spitze! Und ja, hier gibt es sogar Deutsche, zumindest Menschen, die deutsche Fahnen an ihre Wohnmobile gezerrt haben – könnten ja auch Franzosen oder Portugiesen sein 😉

Also, seid einigen Tagen Regen – für mich umso schöner. Schließlich handelt es sich mit Regen und Schnee ja um mein Lieblingswetter. Im Herbst in die Pfützen, im Winter in den Schnee…

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