Albanien – Montenegro

Die Wäsche ist gleich abgenommen und die Reise geht weiter. Als Kind habe ich mich immer gefragt, warum im Menschenbauch keine Melonen wachsen, wo wir doch allesamt so viele Melonenkerne verspeisen. Heute weiß ich, dass die Melonen den Menschen süßer machen und einen für wenige Sekunden in das Schlaraffenland der Süßigkeitenfrüchte entzaubert. Melonen gibt es hier überall. Dazu viele Menschen an den Straßen, die versuchen ihre Ernte an die Frau zu bringen.

Auch in Albanien wird der Begriff der Gastfreundschaft groß geschrieben. Wie in vielen anderen Ländern unterscheidet sich das Leben im Dorf, in den Bergen vehement von der Zivilisation im Küstenbereich. Immerhin schaffen es bereits einige Skandinavier die albanische Küste wenige Kilometer von Korfu auf dem Festland entfernt als Land für sich zu erobern. Tourismus, Handel und gutes Essen erhalten hier Einzug. Alles Dinge, die ich für mein Glücklichsein nicht benötige. Dennoch ein gutes Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung dieses kleinen Landes. Es wird wohl Jahrzehnte dauern…

Ingesamt überzeugt Albanien durch zwei größere Hauptstraße, die durch das gesamte Land führen. Andere Straßen sind nur spärlich, wenn überhaupt passierbar. Die Flüsse sind ausgetrocknet und ein wenig erinnert einen die Landschaft an das karge Afghanistan. Es ist auf seine Weise mystisch und schön.

Ich bin gespannt wo uns unser schlechtes GPS-System in den kommenden Stunden hinführen wird. Auf dem kleinen Stellplatz zumindest übernachten niemand länger als eine Nacht. Niemand hat zwar einen Anhänger wie wir, dafür aber vermutlich eine ähnliche Strecke wie wir. So viele Deutsche wie es hier gibt, haben wir in den letzten Wochen nicht gesehen. Und das, obwohl es nur 12 kleine Stellplätze gibt. Freue ich mich also wieder auf Einöde und wenig Menschen in diesem fantastischen Europa.

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